Tag 4: Schweden - Uppsala nach Lövånger



Die heutige Tagesetappe sollte mit 660 km die längste Etappe dieser Reise sein. Erfahrungsgemäß ist der Hintern an Tag 4 immer an das lange Sitzen gewöhnt und die hier anstehende Strecke lässt sich auch wunderbar zügig unter die Pneus nehmen. Genau so kam es dann auch - unser Sitzfleisch machte die Distanz klaglos mit, die Strassen waren sehr gut zu fahren und noch dazu spielte uns das Wetter wunderbar in die Karten.

Leider trennte sich in der Früh noch Bernd von der Gruppe und trat alleine die gemütliche Heimreise an. Wir bedauerten dies alle sehr - aber für Bernd war es mit Blick auf seine Kondition und den schlechten Schlaf, unter dem er zu leiden hatte, sicherlich die bessere Entscheidung. Es wäre fatal, wenn wegen Konzentrationsmangels und Überanstrengung doch noch ein blöder Unfall passieren würde. Der Rest der Gruppe akzeptierte Bernds Entscheidung und wünscht ihm weiterhin eine angenehme Urlaubszeit und Heimreise. Trotzdem ist es sehr schade, da wir nun Dinge sehen werden, die ihm leider verwehrt bleiben.

Unfassbar, was wir für ein Glück mit der Witterung haben! Den kompletten Dienstag fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein und teils knapp über 20°C gen Norden von Uppsala bis nach Lövånger.

Einem kleinen, unscheinbaren Schild folgend sind wir gegen Mittag von der E4 abgebogen und in einem kleinen zauberhaften Café gelandet, welches gleichzeitig Kunsthaus war und somit verschiedenste Kunstwerke in Form von Handwerks-Kunst und Back-Kunst feil bot. Wir alle genossen diese Stunde dort ungemein und sogen regelrecht das schwedische Landleben auf.

Um so mehr wurden wir dann von der Unterkunft und dem Ort Lövånger enttäuscht. Die vier 2er-Hütten im "Kyrkstad Vadrarhem" waren ungepflegt, klein, unkomfortabel und das Personal nicht sonderlich hilfsbereit. Noch dazu kam, dass im Ort bereits alle Möglichkeiten der Nahrungsbeschaffung geschlossen hatten. So musste dann wieder die mehrfach erwähnte HARTWURST herhalten. Dank Manny haben wir davon ausreichend dabei. Auch Bier hatten wir noch von der Fähre besorgt, also war die Stimmung gerettet.