Tag 15: Brønnøysund nach Botngard



Der heutige Tag begann mit leichtem Regen. Aber wir wären nicht in Skandinavien, wenn wir diesbezüglich empfindlich wären. Nachdem wir uns alle aus den Schlafsäcken gepellt hatten, wurde erst einmal in der Hütte mit den besseren Sitzgelegenheiten gefrühstückt. Das Duschen entfiel heute, da die Sanitäreinrichtungen dieser Hütten nicht gerade dazu einluden.

So kamen wir dann auch wieder um kurz nach 9 Uhr vom Campingplatz in Brønnøysund weg. Die ersten Kilometer nieselte es noch etwas, aber auch dies hörte bald wieder auf. Alles in allem können wir wirklich sagen, dass wir zwar kein Top-Wetter bisher hatten, aber trotzdem Glück mit demselben hatten. Denn die wenigen Regenabschnitte, durch die wir fuhren, waren allesamt eher Nieselschauer. So einen echten richtigen Regen, bei dem man binnen weniger Minuten nass ist, das hatten wir nur in Ansätzen am ersten Tag in Schweden, zwischen Göteborg und Uppsala. Aber das ist lange her und hat uns aufgrund unserer perfekter STADLER Bekleidung auch nichts anhaben können.

Vom heutigen Tag gibt es kaum Bilder aus den Pausen, da die Pausenplätze nicht besonders zum Fotografieren einluden. Der Schwerpunkt lag heute auf dem Motorradfahren, denn da war streckentechnisch wirklich einiges geboten. Die schnelle Spitze bildeten Jens, Stefan und Maria mit den optimierten Fahrwerken von Touratech, Öhlins und Wilbers, die auf den heutigen Strecken wirklich mal zeigen konnten, was in ihnen steckt. Es hat sich wieder einmal bewahrheitet: jeder investierte Euro in gut abgestimmte Dämpfer und Federn ist ein 100%-ig gut investierter Euro. Hier ist eigentlich bei fast jedem serienmäßigen Motorrad, welches mit mehr als 80 kg etwas flotter bewegt wird, echter Handlungsbedarf.

Nachdem wir ein großes Gebiet für Windkraftanlagen durchfahren hatten, in dem die Straßen dann wieder sehr neu, glatt und breit waren (wahrscheinlich für die Transporte zum Bau der Windkrafträder), sind wir in Botngard angekommen und bezogen dort drei Dreibett-Zimmer im "Biugn Hotel".

Wir wurden am Tag zuvor bereits per Email gefragt, ob wir die Bar am Abend nutzen möchten. Daher wurde die sonst wenig genutzte Bar extra für uns geöffnet und wir durften dort unsere mitgebrachten Lebensmittel verspeisen. An Bier (€ 6,- pro 0,33L!) hat es uns dabei nicht gefehlt. So ließen wir dann heute Abend in der Bar fast € 200,- inkl. Trinkgeld. Aber wir machen das ja nicht täglich...!